Rhabarbar

Gesund, aber säurereich!

Rhabarber ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, Fruchtsäuren erzeugen den herb-säuerlichen Geschmack. Diese Säuren bringen Magen und Darm wieder auf Trab.

Wer saure Speisen schlecht verträgt, muss bei Rhabarber vorsichtig sein. Rhabarber wirkt leicht abführend und Giftstoffe werden schneller ausgeschieden.

Da es kaum Fett oder Zucker enthält, zählt Rhabarber zu den kalorienärmsten Gemüsesorten überhaupt.

Wenn jemand Probleme mit Nieren- oder Gallensteinen hat oder an Rheuma oder Gicht leidet, sollte wegen des hohen Gehalts an Oxalsäure auf Rhabarber verzichten. Auch Diabetiker sollten ihn besser nur essen, wenn der Arzt grünes Licht dafür gibt.

Der Ursprung


Im weiten Gebiet des Himalajas liegt die Heimat des Rhabarbers. Aus Aufzeichnungen weiß man, dass er bereits vor fünftausend Jahren in China als eine wichtige Heilpflanze bekannt war.

Er wurde zur Blutreinigung und zum Ausleiten der Giftstoffe verwendet. Bis heute hat er einen festen Platz in der Naturheilkunde und die getrocknete Wurzel des „echten Rhabarbers" erhält man in der Apotheke.

Verwendung

In der Küche wird der Gemüse-Rhabarber, auch „Pontischer Rhabarber" genannt, verarbeitet. Er zählt zu den Stangengemüsen, man kocht nur die Stiele, die Blätter müssen weggeworfen werden, da sie leicht giftig sind.

Es gibt grüne und rote Rhabarberstiele, die Roten schmecken milder und feiner, haben aber genauso viele Vitalstoffe wie grüne. Die Stiele müssen gut gewaschen werden, denn oft befindet sich Erde am unteren Ende. Mit einem Messer zieht man die faserige Haut ab·und schneidet sie dann in Stücke. Dünne Stiele machen die meiste Arbeit, aber sie sind ganz zart im Geschmack.

Rhabarber darf nicht roh gegessen werden, man muss ihn blanchieren oder kochen. Meist wird er zu Kompott verarbeitet, auch zu Marmelade oder Chutney, weil er aufgrund von Pektin eine natürliche Gelierfähigkeit besitzt. Besonders fein schmeckt Rhabarberkuchen. Die säuerlichen Stiele brauchen etwas Süße, gerne kombiniert man sie mit Erdbeeren oder Himbeeren, mit exotischen Früchten wie Feigen, Mangos oder Bananen.

Mit calciumreichen Zutaten wie Milch, Milch-Eis, Milchreis oder Pudding lässt sich der Säuregehalt außerdem etwas entschärfen.

Rhabarbergemüse passt zu Wild oder Huhn, zu feinem Rindfleisch und zu Fisch, es harmoniert auch gut mit Fenchel und Sellerie.

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