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Koordinationsübungen

Das Training der koordinativen Fähigkeiten

Als koordinative Fähigkeiten bezeichnet man im Motorikbereich eine Reihe von körperlichen Qualitäten, die als Voraussetzung gelten für das Gestalten einer koordinierten Bewegung. Diese Qualitäten sind: der Gleichgewichtssinn, die Balancierfähigkeit, die Raumorientierungsfähigkeit, die Beweglichkeit, die Rhythmisierung, die Ein- und Umstellungsfähigkeit, die Reaktionsfähigkeit, die Kombinationsfähigkeit, die Steuerungsfähigkeit, die Geschicklichkeit und die Wendigkeit.

tip

Mit den Koordinationsübungen trainieren wir vorrangig die Gleichgewichtsfähigkeit. Diese Fähigkeit ist für den gesamten Körper von Wichtigkeit. Voraussetzung dafür ist ein funktionierender Gleichgewichtssinn. Er hat sein Zentrum im Gleichgewichtsorgan im Innenohr und Kleinhirn, ist aber auch eng mit der Sehbahn und anderen Sinnen sowie mit Reflexen verbunden.

Die Vielfältigkeit bei Bewegungen, die mit Gleichgewicht zu tun haben kann sich auf das statische-dynamische und das objektbezogene Gleichgewicht beziehen. Die statische Fähigkeit braucht man bei einer relativen Ruhestellung. Sie wird auch das "Lageempfinden" genannt und kommt in allen verschiedenen Haltungen des menschlichen Körper zur Geltung: im Stehen, im Sitzen, im Liegen und auch bei Haltungen mit dem Kopf nach unten. Die dynamische Gleichgewichtsfähigkeit bezieht sich auf die Haltung und Wiederherstellung des Gleichgewichts bei großräumigen Lageveränderungen und Drehungen des Körpers z.B.: Eislaufen und Landungen von Sprüngen. Und das objektbezogene Gleichgewicht bezieht sich auf die Fähigkeit ein Objekt mit dem Körper balancieren zu können, wie z.B.: balancieren des Körpers auf dem Beziball, oder den Fußball auf dem Fuß.