Die Brennessel

geschrieben von Vitalleiterin Edith Pichler

Die Brennnessel gehört, wie der Löwenzahn, zur Frühjahrskur, schließlich möchten wir ja entgiften bzw. unsere Zellen reinigen. Die Brennnessel ist eine wahre Meisterin darin. Sie hat so viele Fähigkeiten und wird immer unter ihrem Wert behandelt. Und dass alles nur, weil sie sich zu wehren versteht. Greift man sie nämlich falsch an, dann fahren ihre Nesseln wie kleine Schwerter aus und es brennt wie verrückt. Sie ist eine Kriegerin mit einem weichen Inneren, welches voll ist mit Essenzen und Säften. Diese Pflanze sollten wir ehren und nicht vernichten, denn wir Menschen benötigen die Wirkstoffe sehr dringend.

Die Brennessel enthalten:
20% Mineralstoffe (Kieselsäure, Eisen, Mangan, Kalium und Kalziumsalze)
reichlich Vitamine: A, B 2, B 5, C, E und K
organische Säuren (Ameisen- und Essigsäure)
Gerbstoffe
Biogene Amine (Histamin, Serotonin
essenzielle Fettsäuren und Phytohormone…….

Die Brennnessel ist eine der stärksten Heil- und Stärkungspflanzen auf diesem Planeten

Der Wirkungsbereich der Brennnessel ist sehr umfangreich. Innerlich in Form von Tee kann sie zum Durchspülen bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege, bei Nieren- und Blasensteine und bei Grieß verwendet werden. Den Tee verwendet man auch noch bei schmerzhaften Gelenken und Arthrosen, bei Müdigkeit und Blutarmut (der pflanzlich gebundene Eisen besitzt eine außergewöhnlich hohe Bioverfügbarkeit) und als Frühjahrskur zum Entgiften, er hat eine blutreinigende Wirkung und regt leicht die Leber- und Gallentätigkeit an.
Die Brennnessel hat die Fähigkeit, abgelagerte Schlackenstoffe mittels ihrer Bitterstoffe aus dem Körper auszuleiten. Sie befreit vor allem den Urogenitalbereich von alten Schlacken, die zwischen den Zellen eingelagert sind und somit die Kommunikation zwischen den Zellen stören. Sie hilft zudem sehr gut den Körper zu reinigen. Sie regt besonders im Bindegewebe den Stoffwechsel an, wodurch die entgiftende Wirkung den Körper unterstützt bei der Ausleitung von Toxinen und Giftstoffen.


Die Brennnessel, wenn sie sich ansät, bleibt sie bei mir im Garten entlang des Zaunes stehen. Alleine aus der Tatsache heraus, wie vielfältig sie ist und wie wertvoll auch für den Garten. Sie unterstützt nämlich auch das Wachstum der Pflanzen, verbessert den Boden und den Ernteertrag. Zusätzlich verstärkt sie auch, wenn sie zwischen den aromatischen Kräutern ist, deren Aroma. Wer einen Garten hat, kennt sicher die Brennnesseljauche (1:10 mit Wasser verdünnen). Die Jauche ist ein hervorragender Biodünger, der die Pflanzen auch gegen Schädlings- und Pilzbefall widerstandsfähiger macht.

Eines hätte ich fast vergessen zu erwähnen: die Schmetterlinge brauchen die Brennnessel ganz dringend. Für sehr viele Schmetterlinge ist die Brennnessel die Kinderstube – soll heißen, hier fressen und verpuppen sich viele Schmetterlinge.
Aber nicht nur im Garten wird sie bei mir verwendet, sondern auch zum Kochen und zur Frühjahrskur.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Brennessel zu sich zu nehmen:

  • Brennnesselblättertee: 2 TL (2g) Blätter mit 150ml siedendem Wasser übergießen und nach 10 Minuten abgießen. 3- 4x tgl. 1 Tasse trinken.
  • Brennnesselwurzeltee: 1 TL klein geschnittene Wurzeln mit 1 Tasse kaltem Wasser zum Kochen bringen und 10 Minuten ziehen lassen – abgießen. 3x tgl. 1 Tasse bei Reizblase und auch bei vergrößerter Prostata.
  • Blutbildender Tee: 40 g Brennnesselblätter mit je 20 g Schafgarbenkraut, Rosmarin- und Melissenblätter aufgießen. 7 Minuten ziehen lassen, und 6 Wochen lang 3x tgl. 1 Tasse trinken.
  • Brennnesselhaarwasser: 50g gesäuberte, klein geschnittene Blätter und Wurzeln in 1/2l Apfelessig geben und 3 Wochen an der der Sonne stehen lassen. Abgießen und in eine dunkle Flasche füllen. Massieren Sie es gegen Schuppen und Haarausfall pur oder 1:5 mit Wasser verdünnt in die Kopfhaut ein, danach 30 Minuten einwirken lassen.
  • Brennnesselspinat: zum Rezept
  • Brennnesselbutter: eine handvoll Blätter ganz fein schneiden und mit einem 1/4kg Butter , etwas Salz und Pfeffer, geriebene Zitronenschale und 2 Zehen Knoblauch vermischen. Wie Kräuterbutter. Schmeckt hervorragend zu gekochten Kartoffeln, und auf ein Stück Vollkornbrot.


Ich wünsche allen gutes Gelingen und viel Gesundheit, mit der Kraft der Natur.

Eure Edith Pichler

Unser Steirerhof-Garten Spa

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